Dexamethason bei schweren Covid-19 Verläufen

Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. hat ihr Positionspapier zu einer Behandlung von schwerer respiratorischer Insuffizienz mit Dexamethason im Rahmen einer Covid-19 Infektion angepasst. Hintergrund der Anpassung sind die Ergebnisse einer großen randomisierten (aber nicht verblindeten) Studie (“Recovery Study”) aus Grossbritannien, die einen signifikanten Überlebensvorteil zeigt.

Bei schweren Verläufen (so auch bei mir selber) kommt es Verlauf der Erkrankung zu proinflammatorischen (entzündungsfördernden) Prozessen, die im weiteren Verlauf zu Organversagen führen können. Daher wurde untersucht, ob antiinflammatorische Therapien bspw. mit Steroiden hilfreich sein könnten. Auf Basis der vorliegenden Studie kommt die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. trotz einiger Kritikpunkte zu folgender Empfehlung:

Wir (empfehlen) in Analogie zu den Daten der RECOVERY-Studie den Einsatz von Dexamethason 6mg/d p.o. oder i.v. für bis zu 10Tage bei Patienten mit COVID-19 und manifester schwerer respiratorischer Insuffizienz mit der Indikation zur Sauerstoffgabe oder zur Beatmung, sofern keine Kontraindikationen vorliegen. Zu beachten ist hierunter die Notwendigkeit einer engmaschigen Kontrolle und Einstellung der Blutglukose und des Serumnatriums, einer regelmäßigen Evaluation potentieller Superinfektionen sowie das erhöhte gastrointestinale Blutungsrisiko

Therapie mit Dexamethason bei Patienten mit COVID-19